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Wien? Das bedeutet Sachertorte, Opernball. Kaffeehäuser und jede Menge Eleganz. Jugo Ürdens? Das bedeutet Jogginganzug, Wahnsinn, Ćevapi und jede Menge Ostblock-Romantik. Jugo Ürdens ist eben ein Mann der Gegensätze. Ein Versprechen, dass nie eingelöst wurde. Österreichs letzter Popstar und der „schönste Mann Wiens“ – auch wenn langsam die ersten Falten ansetzen und dieser Titel einfach mal selbst verliehen wurde. Jugo Ürdens ist einfach ein wandelnder Widerspruch, ohne jeden Kompromiss. Viel Klischee, aber niemals musikalisch. Und er ist nun endlich wieder da.

Jugo kann man nicht tot glauben. Der in Nordmazedonien geborene Musiker ist nämlich mehr Kakerlake als Eintagsfliege. Während andere Rapper mit Muskeln und Goldketten protzen, schlendert Jugo lieber in Jogginganzug und Loafern durch die nächtlichen Gassen Wiens oder Berlin und kommt dann zurück, wenn man ihn am meisten braucht. Mit herzhafter Attitüde, aber neuem Album.

Musikalisch bewegt sich der Wiener und Wahlberliner immer noch zwischen klassischem Rap wahnwitziger Popmusik, einem ordentlichen Schlag Wahnsinn und Songs, die man tagelang nicht aus den Ohren bekommt. Songs über Feierei, Alltagsflucht, Freundschaft und eine Realität irgendwo zwischen Akademiker und Tagelöhner. Mit seinen Wahrheiten trifft Jugo dabei oft zwar unbarmherzig ins Schwarze, aber immer mit einem charmanten Augenzwinkern. Bekannt wurde Jugo Ürdens mit Songs wie „Benzin“ oder „Yugo“, die das Lebensgefühl seiner Generation verdichten: ein Mix aus Sehnsucht, Selbstironie und dem Wunsch, kurz mal alles zu vergessen. Doch statt in Selbstmitleid zu versinken, verwandelt Jugo das Dilemma in Humor. Seine Tracks sind wie das Gelächter nach einer langen Nacht: ein bisschen heiser, vielleicht auch ein bisschen traurig – aber vor allen Dingen ehrlich.

Jugo Ürdens ist ein Künstler, der bewusst zwischen den Welten pendelt: zwischen Rap und Pop, zwischen Parodie und Ernst, zwischen Selbstinszenierung und nackter Ehrlichkeit. Vielleicht ist er gerade deshalb so nahbar, weil er zeigt, dass man kein perfektes Image, keine ausgeklügelte Marketingstrategie braucht, um relevant zu sein. Alles, was es braucht, ist Mut, Humor und Songs, die mitreißen, zum Denken anregen und dich richtig „dumm gehen“ lassen!

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